Familienstiftungen Paul Wolfgang Merkel und Werner Zeller
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Auguste Emilie Vischer

Auguste Emilie Vischer[1]

weiblich 1799 - 1881  (82 Jahre)

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  • Name Auguste Emilie Vischer 
    Geboren 15 Mai 1799  Calw,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Geschlecht weiblich 
    Gestorben 05 Jun 1881  Stuttgart,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    _CREAT 09 Mrz 2002 
    _UID d22249ca-25d9-4312-8371-4e2117afd1a6 
    Personen-Kennung I9510  Merkel-Zeller
    Zuletzt bearbeitet am 28 Okt 2016 

    Vater Johann Martin Vischer,   geb. 21 Jan 1751,   gest. 29 Dez 1801, Calw,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 50 Jahre) 
    Mutter Friederike Auguste Emilie Feuerlein,   geb. 06 Mai 1776, Stuttgart,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 15 Jul 1816, Stuttgart,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 40 Jahre) 
    Verheiratet 03 Aug 1795  Schafhausen,Böblingen,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    _CREAT 16 Sep 2007 
    _UID 2c8743fa-7005-47ec-b152-a2eaece0f536 
    Familien-Kennung F14920  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Johann Ludwig Uhland,   geb. 26 Apr 1787, Tübingen,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 13 Nov 1862, Tübingen,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 75 Jahre)  [2
    Verheiratet 29 Mai 1820  Calw,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Typ: CIVIL 
    _CREAT 09 Mrz 2002 
    _UID 8d280640-cddb-443e-875c-832b9a6b61fd 
    Zuletzt bearbeitet am 19 Mai 2013 
    Familien-Kennung F3960  Familienblatt  |  Familientafel

  • Fotos
    Personenbild
    Personenbild
    Vischer Emilie; aus PWM Besitzer/Quelle aus dem Nachlass von Adelbert von Keller;

  • Notizen 
    • bei G. Zeller hat Emilie andere Eltern: [29266] Johann Martin VISCHER * 21.08.1751. + 29.12.1801 Calw. {Kaufmann und Ratsverwandter in Calw
      °Faber 65 J § 21 c); 74 A. § 5}; Anr. an Broll-Stip. 26, Feuerlein-stip. A.5;
      2. Verbindung: [ 13325] oo 03.08.1795 Schafhausen bei Böblingen mit
      Friederike Auguste "Emilie" FEUERLEIN * 06.05.1776 Stuttgart. + 15.07.1816 Stuttgart. (Tochter von "Carl" Friedrich FEUERLEIN * 05.03.1730 Mömpelgard. + 15.03.1808 Stuttgart. Begr. Hoppenlau-Friedhof, und "Auguste" Elisabeth Franziska Johanne FISCHER * 18.12.1747 Stuttgart. + 11.02.1823 Stuttgart..)
      Kinder:
      1. [31679] "Luise" Friederike Auguste VISCHER
      2. [9509] "Emilie" Auguste VISCHER * 15.05.1799 Calw. + 05.06.1881 Stuttgart. Verbindung: [ 3960] oo 25.09.1820 Stuttgart
      mit Johann "Ludwig" UHLAND * 26.04.1787 Tübingen. + 13.11.1862 Tübingen. (Sohn von Johann Friedrich UHLAND * 1756 Tübingen. + 1831 Tübingen, und Rosine Elisabeth HOSER * 11.08.1760 Tübingen. Begr. 04.06.1831 Tübingen..)
      Axel Fischer: 173 Vischer, Emilie
      Bischofstraße 48: Vischersches Haus: Erbaut 1787-1791 durch den Herzoglichen Hofbaudirektor R.F.H. Fischer für Johann Martin Vischer (1751-1801), den Chef der im 18. Jahrhundert mächtigen und reichen Calwer Floß- und Holzhandelskompanie. Geburtshaus von Emilie Vischer (1799-1881), der späteren Frau des Dichters Ludwig Uhland (1787-1862). Heute Museum der Stadt Calw.
      Emilie Uhland (1799 - 1881) Gefährtin und Biografin
      Emilie Vischer ermöglichte ihrem Mann, dem Dichter und Politiker Ludwig Uhland, eine finanziell unabhängige schriftstellerische und politische Arbeit, hatte Anteil an seinem Werk und begleitete ihn auf vielen Reisen.
      Dass eine Witwe dem verstorbenen Mann ein Denkmal in Form einer Biografie setzt, ist ungewöhnlich, zumal im 19. Jahrhundert. Aber Emilie - genannt Emma - Uhland, die 1874 ein Buch über Uhlands Leben veröffentlichte, war eine besondere Frau.
      Geboren wurde sie am 15.Mai 1799 in Calw als drittes Kind von Johann Martin Vischer, dem Chef der Floß- und Holzhandelscompagnie, und Friederike Auguste Emilie Feuerlein. Wenige Jahre zuvor hatte Vischer, dessen Familie den wohlhabenden Calwer Companieverwandten angehörte, das prächtige Wohn- und Geschäftshaus an der Bischofstraße erbaut. Als er 1801 starb, zog die Mutter mit ihren kleinen Kindern nach Stuttgart.
      1814 lernte Emilie den Advokaten Ludwig Uhland (1787-1862) kennen; die öffentliche Verlobung erfolgte im Januar 1820, die Hochzeit am 29. Mai in der Hospitalkirche in Stuttgart. In der Biografie erwähnt sie: "Es war Uhlands Abgeordnetenzeit und er brachte den ganzen Morgen im Ständehaus zu und sogar nach der Trauung um 3 Uhr ging er noch einmal dahin zurück." Emilie Uhland nahm zeitlebens regen Anteil an seiner politischen Tätigkeit, reiste mit ihm sogar im April 1849 nach Frankfurt und verfolgte die Arbeit der Nationalversammlung bis zur Auflösung des Rumpfparlaments in Stuttgart. Ihr Tagebuch in diesen Jahren verrät ein eigenständiges politisches Denken: "Die neue Zeit will mir noch wie ein Traum erscheinen. Dass Männer aus dem Volk und nicht die alten Machthaber die Staatszügel führen sollen, ist für uns lenksame Deutsche eine so neue Erscheinung!"
      Das Ehepaar blieb kinderlos, und obwohl es den verwaisten Sohn eines Freundes annahm, begleitete Emilie Uhland ihren Mann auf den meisten seiner Reisen an den Rhein und den Bodensee, durch die Schweiz, nach Bayern und Straßburg, bis an die Nord- und Ostsee, sie war sogar bei den ersten Germanistentagen in Frankfurt und Lübeck dabei. Während der Trennungen schrieben sie sich lange Briefe voller anschaulicher Berichte oder besorgt: "Liebste Emma! Klettre mir nur nicht allzukühn und einsam in Burgen und Wäldern umher".
      Uhlands Leben, zunächst anonym als Handschrift gedruckt, schilderte Emilie ausgehend von Korrespondenzen. Später erschien die Biografie als Buch im renommierten Verlag von Cotta, mit dem sie auch über neue Auflagen seiner Gedichtbände und die Publikation seiner wissenschaftlichen Schriften verhandelte.
      "Auf eines Berges Gipfel,
      Da möcht ich mit dir stehn,
      Auf Thäler, Waldeswipfel
      Mit dir herniedersehn;
      Da möcht’ ich rings dir zeigen
      Die Welt im Frühlingsschein
      Und sprechen: wär’s mein eigen,
      So wär’ es mein und dein!"
      Ludwig Uhland an Emilie Vischer zu ihrem 20. Geburtstag, © Stadt Calw 2010

      PWM 1820 heiratete Uhland, zu der Zeit Advokat in Stuttgart, Emilie Auguste Vischer (* 15. Mai 1799 in Calw; ? 5. Juni 1881 in Stuttgart), eine Tochter des wohlhabenden Kaufmanns aus Calw, Johann Martin Vischer (*21. August 1751 in Calw; ? 29. Dezember 1801 ebenda), und seiner Ehefrau Friederike Auguste Emilie Vischer, geborene Feuerlein, (* 6. Mai 1776 in Stuttgart; ? 15. Juli 1816 ebenda). Emilie Uhlands Geburtshaus ist das Palais Vischer in Calw, erbaut nach den Plänen ihres Großonkels Reinhard Ferdinand Heinrich Fischer.[3] Emilie Uhland, geb. Vischer ist eine Enkelin Carl Friedrich Feuerleins, des Geheimen Kabinettssekretärs in Diensten des Herzogs Karl Eugen von Württemberg[4]. Sie ermöglichte Uhland die spätere finanziell unabhängige schriftstellerische und politische Arbeit, nahm Anteil an seinen Tätigkeiten und schrieb nach seinem Tod die erste Biographie über ihn.[5] Emilie Uhland überlebte ihren Mann um 19 Jahre. Die Ehe war kinderlos.

  • Quellen 
    1. Württ.Geistesmutter Bardili;.

    2. [S68] Benz, Ahnentafel Schmid&Wein, Benz, Albert, (Erscheinungsdatum: 6.7.2000).