Familienstiftungen Paul Wolfgang Merkel und Werner Zeller
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Joachim TOMM

Joachim TOMM[1]

männlich 1798 -


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  • Name Joachim TOMM 
    Geburt 1798  Saleske,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Geschlecht männlich 
    Personen-Kennung I198043  Merkel-Zeller
    Zuletzt bearbeitet am 5 Jun 2025 

    Vater George TOMM,   geb. um 1770, Saleske,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. 1831, Saleske,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort (Alter 61 Jahre) 
    Mutter N.N. 
    Familien-Kennung F86197  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Anna Maria STRAUSS,   geb. um 1800, Saleske,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Eheschließung um 1822 
    Kinder 
    +1. Karl Wilhelm TOMM,   geb. 16 Jul 1822, Saleske,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. 30 Jul 1911, Groß Dübsow,,,,, Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort (Alter 89 Jahre)
    Familien-Kennung F86196  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 27 Apr 2025 

  • Notizen 
    • 120 Tomm Joachim, 1826 Eigenthümer (siehe unten), erw. 1834-1837 Chausseewärter zu Dumröse [L35], Separatist, taufte 1836 selbst sein Kind,
    • Bem: Der Engländer Oncken (Joh. Gerhard Oncken, aus Varel in Oldenburg, siehe auch unten [L63, S. 122]), Agent einer englischen Bibelgesellschaft, kam 1834 auf der Suche nach einem Kolporteur (Hausierer mit Bibeln) nach Dünnow und stachelte die Konventikelbesucher auf, eine eigene Kirche zu bilden. Am 1. Oktober bestellte er Carl Wolff zum Bibelkolporteur. Bei den daraus resultierenden Kolportagen war es Wolff möglich, überall suchende Seelen um sich zu sammeln und selbständig aus Gottes Wort zu erbauen. Auf diese Weise bereitete er sich zum Prediger- und Ältestenamt vor, das er von 1835 ab in Dünnow offiziell und mit Eifer verwaltete. In Berichten des Superintendenten Küsell findet sich über diese Zustände unter anderem folgendes: ... Stolp, den 8. Februar 1835, Bitte betreffend eine von dem separatistischen Bündner Joachim Tomm zu Saleske vollzogene Taufhandlung „ .... um kräftige Maßregeln zur Steuerung dieses Unfugs.“ ... Am 30. Juni 1836 berichtet Pastor Zahn an den Superintendenten, daß das Kind des Bündners Tomm zu Saleske, das dieser selbst getauft hatte, seinem Vater vom Exekutor [Gerichtsvollzieher] gewaltsam weggenommen, erst nach Mützenow gebracht und, da Zahn abwesend war, in Brüskow offiziell getauft wurde: „ .... Die kirchliche Bestätigung kann ohne Zwang nicht erfolgen, und da diese ganze Angelegenheit von Tag zu Tage verwirrter wird, so ist es durchaus notwendig, daß wir von Seiten eines Hochwürdigen Konsistoriums eine Instruktion erhalten.

      Da der Exekutor eine solche in der Tasche mit sich herumführt, die wahrscheinlich der Herr Amtsbruder Jensen in Brüskow auch gelesen hat, so dürfte es billig sein, daß wir wenigstens eine Abschrift davon erhielten [L36]“.

      [L128 S. 360, 361] So meldete Pastor Zahn am 11. Mai 1836 als Pfarrverweser von Dünnow dem Superintendenten, „dass zwei Familienväter der Dünnowschen Parochie ihre Kinder selbst getauft hätten, und zwar der Einwohner Michael Völkner in Dünnow und der Bündner Christian Scheil in Neu-Dünnow...“

      [L36]. Die Leute tauften ihre Kinder selbst - wobei es vorkam, daß die Behörden das Kind des Büdners Tomm in Saleske, welches vom Vater getauft worden war, von Polizei wegen zum benachbarten Pastor brachten, welcher es abermals taufte. Doch gab das Consistorium auf Zahns Bericht und Vorstellung sofort Befehl, daß sich solcher Fall nicht wiederholen dürfte. [L70, S. 228]. "Wer war dieser [Johann Gerhard] Oncken? Er war am 26. Januar 1800 in Varel, Großherzogtum Oldenburg, als uneheliches Kind geboren worden. Vielleicht war das für ihn der Grund, schon als Kind ins Ausland zu gehen. Von 1814 bis 1823 lebte er im reformierten Schottland, erlernte dort einen kaufmännischen Beruf, in dem er auch tätig wurde. 1820 bekehrte er sich in London. 1823 kam er im Auftrag der Londoner Continental Society for the Diffusion of Religious Knowledge over the Continent nach Hamburg, um von hier aus missionarisch zu wirken und im Sinne dieser Gesellschaft den Rationalismus in den Kirchen überwinden zu helfen. In der lutherischen Hansestadt schloss Oncken sich der reformierten Gemeinde an, wo er mit Engländern und Schotten verschiedener Denominationen Kontakte fand. Durch die Bibel- und Traktatmission und Beziehungen zu verschiedenen solcher Gesellschaften in Norddeutschland fand er den Weg zu Gleichgesinnten über Hamburg hinaus in Bremen und anderen Orten. 1825 und 1826 regte er die Gründung der ersten Sonntagsschulen in Hamburg und Bremen an. 1834 ließ er sich auf das Bekenntnis seines Glaubens taufen und wurde Baptist. Damit begann ein neuer Abschnitt im Wirken Onckens, der nun kreuz und quer durch Deutschland und die angrenzenden Länder reiste. Menschen taufte, Gemeinden organisierte und so zum Gründer des Baptismus der neueren Zeit wurde. Als Oncken am 2. Januar 1884 in Zürich starb, umfasste der baptistische Bund 30.000 Erwachsen-Getaufte in 165 Gemeinden." [L64, S. 29]

      Hinweis: Patent, die Bildung neuer Religions-Gesellschaften betreffend. Vom 30. März 1847 (Toleranz-Edikt) [L163]

  • Quellen 
    1. [S103] Meininger, Meininger.